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Andreas Kühner
Staatl. gepr. Übersetzer für Englisch

Übersetzen.  Schreiben.  Redigieren.
Translation - Copywriting - Editing

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Fragen

 

Wie steht es mit Referenzen?
Referenzen werden nur auf Anfrage mitgeteilt, da die Kundenbeziehungen eines Übersetzers schützenswerte Informationen darstellen. Außerdem soll vermieden werden, dass Kunden ständig von Bitten um Referenzen heimgesucht werden. Aktuelle Kontaktinformationen erteile ich jederzeit auf Anfrage (akuehner@germantext.de).

Könnten Sie nicht Beispiele Ihrer Arbeit veröffentlichen?
Aus Copyright- und Kundenschutzgründen geht das oft leider nicht. Geheimhaltungsvereinbarungen verbieten die Bekanntgabe von Informationen, die auf Kunden und deren Kunden schließen lassen. Veröffentlichte, allgemein zugängliche Texte aus meiner Hand stelle ich gerne auf Anfrage zur Verfügung (Web-Links, PDF-Dateien).

Danke, aber wir haben ein wesentlich günstigeres Angebot erhalten
Die Preis- und Qualitätsunterschiede auf dem Übersetzungsmarkt sind enorm. Allgemein gilt aber: Man bekommt nur das, wofür man bezahlt. Es kommt ganz darauf an, welchen Eindruck Sie mit Ihren Dokumenten bei der jeweiligen Zielgruppe hinterlassen wollen. Ihr Deutsch spricht für Sie!

Wie misst man die Qualität von Übersetzungen?
Es gibt eine Reihe von Versuchen, die Kriterien für Übersetzungsqualität zu quantifizieren. Natürlich sind Terminologiefehler und sonstige “Schnitzer” im Handwerklichen (Grammatik, Satzbau, Verständnis des Textgegenstandes usw.) relativ leicht auszumachen - aber das ist nur die unterste Ebene der Bewertung. Letztlich muss man bedenken, dass Sprache - wie Musik - ein äußerst komplexes, lebendiges, mit mathematisch-statistischen Methoden kaum fassbares Gebilde ist - eben ein durch und durch menschliches Produkt. Die Fähigkeit, mit Sprache virtuos umzugehen, ist in hohem Maße eine Frage des Talents (und der Übung - dazu ist u.a. der Deutschunterricht in den Schulen da). Karl Kraus sprach vom “absoluten Gehör für die Sprache”. Ob ein Text gut übersetzt ist, ob er klar kommuniziert und die beabsichtigte Botschaft optimal “hinüberbringt”, lässt sich noch am ehesten bestimmen, indem man ihn liest und seinen spontanen, subjektiven Empfindungen vertraut: Hat er Hand und Fuß? Habe ich alles sofort verstanden? Oder wirkt er unbeholfen? Ist die Aussage schwammig? Ist die Ausdrucksweise irgendwie ungeschickt? Und so weiter...

Allgemein wird die deutsche Sprache zunehmend mit englischen Ausdrücken überfrachtet. Wie stehen Sie dazu?
Der Übersetzer ist hier vielen inneren Kämpfen ausgesetzt. Das Thema ist allerdings komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint. In bestimmten Fachsprachen, darunter nicht zuletzt der Sprache der Informationstechnologie, ist in der Tat heute fast jedes zweite Wort englisch. Dies ist aber kaum zu vermeiden. Im Mittelalter war Latein die Weltsprache der Wissenschaften - heute ist es Englisch. Die Wissenschaftler und Techniker der Welt sind oft sprachlich nur mäßig begabt, müssen aber - insbesondere im Zeitalter der Globalisierung - über ihre fachlichen Angelegenheiten effektiv kommunizieren können. Dazu brauchen sie eindeutige Fachbegriffe, die von allen verstanden werden, und das kann nur eine universale Sprache leisten. Dass ausgehend von der Computersprache (aber auch aus anderen Richtungen) ein von englischen Ausdrücken durchsetzter Jargon in die Umgangssprache eindringt, ist eine andere Frage, die ich zumindest in Teilaspekten an die Psychologen verweise (wie krank muss das Selbstbewusstsein eines Volkes sein, um seine eigene Sprache so zu verleugnen?). Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass das Deutsche aufgrund seiner Fähigkeit, sich selbst zu erklären, und aufgrund seiner Eindeutigkeit wie kaum eine andere Sprache für Wissenschaft und Technik geeignet ist. In seriösen wissenschaftlichen Publikationen ist denn auch der Einfluss des Englischen eher mäßig. Problematisch an der Übernahme englischer Wörter (z. B. “Recycling”) in die Alltagssprache ist, dass sich diese der deutschen Grammatik entgegensetzen, weil sie die Flexionen oft nicht nachvollziehen können und dann zu grauenhaften Bildungen wie “recycelt” oder gar “recycelbar” führen - grauenhaft deshalb, weil das phonetisch geschriebene Deutsche mit dem aphonetischen Englisch in Konflikt gerät und am Schluss niemand mehr weiß, welchen Teil des Wortes man wie auszusprechen hat.

Weitere Themen demnächst! Stellen Sie selbst Fragen:

akuehner@germantext.de

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